Semesterprojekt & Abschlussarbeit
der Projektgruppe RMS2 Connovate GmbH
an der Staatlichen Technikakademie Alsfeld.
Neubauplanung im Co-Working-Bereich und energetische Sanierung eines Kulturdenkmals — dokumentiert auf dieser Seite.
RMS2 Connovate GmbH ist der Name unserer vierköpfigen Projektgruppe an der Staatlichen Technikakademie Alsfeld. Die Abkürzung trägt unsere vier Nachnamen — Röder, Müller, Steinbrecher, Steinberg — und steht für unsere gemeinsame Arbeit im Rahmen der Weiterbildung zum Bachelor Professional in Bautechnik (Hochbau).
Im dritten Semester erarbeiteten wir ein vollständiges Neubauvorhaben: das Projekt Co-Work & Living in Alsfeld. Im Abschlusssemester folgte das Projekt Energy Upgrade Kulturhalle-Ziegenhain — eine energetische Ertüchtigung eines Bestandsgebäudes in Schwalmstadt. Beide Projekte wurden mit der Note 1 bewertet.
Als Team fanden wir früh zusammen — und das Zusammenspiel unterschiedlicher fachlicher Schwerpunkte erwies sich von Anfang an als Stärke. Unser Team vereinte tiefes Verständnis für Bauteilaufbauten und konstruktive Details, fachliche Beharrlichkeit im Brandschutz, ein Gespür für energetische Fragestellungen und umfangreiche planerische Erfahrung, die uns mehr als einmal vor kritischen Situationen bewahrte. Die Kommunikation war durchgehend auf Augenhöhe, respektvoll und produktiv — und führte uns so verlässlich ins Ziel
Staatliche Technikakademie Alsfeld
Weiterbildung Bautechniker (Hochbau)
Abschluss: Bachelor Professional in Bautechnik
Abschlussjahrgang 2026
Neubauplanung eines Co-Working- und Wohngebäudes auf dem Gelände Am Ringofen in Alsfeld. Bauherr: Bau- und Siedlungsgenossenschaft e.G.
Im Rahmen des dritten Semesters erhielt die Projektgruppe RMS2 Connovate GmbH den Auftrag, für ein innerstädtisches Grundstück am Ringofen in Alsfeld einen Neubau mit gemischter Nutzung zu entwickeln und vollständig zu planen. Bauherr war die Bau- und Siedlungsgenossenschaft e.G., Alsfeld.
Das Vorhaben Co-Work & Living kombiniert auf drei Vollgeschossen Co-Working-Flächen mit Wohnnutzung: Das Erdgeschoss ist als offenes Parkdeck mit Einbahnstraßenführung und E-Ladesäulen konzipiert, das erste Obergeschoss beherbergt Büro- und Gemeinschaftsflächen für bis zu 31 Arbeitsplätze gemäß ArbStättV, das zweite Obergeschoss umfasst sieben Wohneinheiten — darunter eine rollstuhlgerechte Einheit — mit Gemeinschaftsbereich. Die Gebäudestruktur in Holzbauweise mit Stahlbetonkern (Aufzug, Treppe) reagiert auf die unregelmäßige Grundstücksgeometrie an der Ecke Hochstraße / Am Ringofen und hält alle Abstandsflächen nach HBO ein (AF = 3,80 m, GH = 9,615 m, MI 2).
Zu erbringen waren: Liegenschafts- und Freiflächenplan, Abstandsflächennachweis, Grundrisse aller Geschosse, Schnitte, Ansichten, Baubeschreibung, Bauteilkatalog, statische Berechnungen, Brandschutznachweis sowie ausgewählte Detailzeichnungen im Maßstab M.5.
Bestandsaufnahme, Schadensanalyse und energetische Sanierungsplanung der Sport- und Kulturhalle Ziegenhain in Schwalmstadt. Bauherr: Gemeinde Schwalmstadt.
Im Abschlusssemester erarbeitete die Projektgruppe RMS2 Connovate GmbH im Auftrag der Gemeinde Schwalmstadt eine umfassende Sanierungsplanung für die Sport- und Kulturhalle Ziegenhain (Steinweg 6, Schwalmstadt-Ziegenhain). Die Halle mit einer Nutzfläche von ca. 1.642 m² und einem Volumen von rund 6.186 m³ weist erhebliche bauliche Mängel sowie einen veralteten energetischen Standard auf.
Aufgabe war die vollständige Bestandsaufnahme inkl. Aufmaß und Fotodokumentation aller Raumbereiche, die systematische Schadensanalyse mit 12 dokumentierten Bauschäden sowie die Ausarbeitung von drei Sanierungsvarianten mit steigendem Maßnahmenumfang — von der Basissanierung (V1) über die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle und Heizsystem (V2) bis zur Komplettsanierung mit Flachdachumbau des Anbaus und PV-Anlage (V3). Ergänzend wurde ein Energiebericht erstellt, der den Bestand analysiert und die energetischen Verbesserungen durch die Maßnahmen berechnet. Kostenschätzungen nach BKI-Kostenstufe 2 sowie eine Übersicht der relevanten Förderprogramme (Städtebauförderung Hessen 60–90%, Dorfentwicklung Hessen 35–75%) runden das Paket ab.
Funktionale Optimierung der Raumaufteilung — Umkleideräume vom KG ins EG, Anpassung Theke, Küche und Stuhllager. Beseitigung aller 12 dokumentierten Bauschäden sowie Erneuerung des Fassadenputzes an Halle und Anbau.
Alle Maßnahmen aus V1 plus: WDVS am Anbau (100mm Steinwolle, U-Wert 0,48→0,20 W/m²K), vollständige Dachsanierung des Anbau-Ziegeldachs mit Pavatex-Unterdeckplatte sowie Umstieg auf ein alternatives Heizsystem (Wärmepumpe + PV-Option).
Alle Maßnahmen aus V1+V2 plus: vollständiger Abriss des Anbaudachs und Neuaufbau als begrüntes Flachdach (BSH GL24h, EPS Gefälledämmung, extensive Dachbegrünung 596 m²) sowie PV-Anlage. Gesamtkosten ca. 620.000 € inkl. Flachdach.






























